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Löhne & Gehälter 00:00Uhr 12.01.16

Mehr Netto vom Brutto

Gehaltserhöhungen entfalten durch die anfallende Lohnsteuer und Sozialabgaben leider häufig nicht die gewünschte Wirkung bei der Belegschaft. Aber auch der Arbeitgeber wird durch erhöhte Sozialversicherungsbeiträge belastet. Daher ist es häufig sinnvoll, zu alternativen Vergütungsmöglichkeiten zu greifen. Der Staat bietet dabei ein breites Angebot an steuer- und sozialabgabebegünstigten Leistungen, aus denen der Arbeitgeber bedarfsgerecht auswählen kann. Dadurch entsteht eine Win-Win Situation für den Arbeitgeber und seine Angestellten in Form von einer geringeren Belastung. Im Folgenden stellen wir die relevantesten Gestaltungsformen zu diesem Thema vor.

Fahrtkostenzuschüsse

Nutzen die Arbeitnehmer ihr privates Auto für die Fahrten zum Betrieb, kann der Arbeitgeber sie mit einem Zuschuss von 0,30 € pro Entfernungskilometer unterstützen. In diesem Fall muss der Arbeitgeber den Betrag mit einer Pauschalsteuer von 15 % versteuern. Bei der Nutzung von ausschließlich öffentlichen Verkehrsmitteln darf der Arbeitgeber sogar die tatsächlich entstandenen Kosten lohn- und sozialversicherungsfrei erstatten. Auch dabei fällt lediglich die vom Arbeitgeber zu tragende Pauschalsteuer von 15 % an.

Jobticket

Für Arbeitnehmer, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, kann der Arbeitgeber ein sog. Jobticket direkt beim Verkehrsverbund kaufen. Bei einer unentgeltlichen oder verbilligten Weitergabe an den Arbeitnehmer kann ein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil entstehen, sofern die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44 € überschritten ist. In diesem Fall besteht für den Arbeitgeber die Möglichkeit den Vorteil mit 15 % pauschal und sozialversicherungsfrei zu versteuern. Im Ergebnis wird der Arbeitnehmer nicht durch Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge belastet.

Aufmerksamkeiten

Sachzuwendungen an Arbeitnehmer aus Anlass eines besonderen persönlichen Ereignisses (z.B. Geburtstag oder Heirat) sind bis zu 60 € brutto pro Anlass steuer- und sozialversicherungsfrei. Es darf sich jedoch nur um Sachzuwendungen (Blumen, Genussmittel, Bücher etc.) handeln. Geldzuwendungen gehören stets zum Arbeitslohn, auch wenn ihr Wert noch so gering ist.

Die gleiche Vergünstigung gilt für kostenlose und verbilligte Getränke oder Genussmittel, die der Arbeitgeber seiner Belegschaft zum Verzehr im Betrieb überlässt. Speisen, die während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes (z.B. Überstunden) oder einer betrieblichen Besprechung gewährt werden, fallen ebenso unter diese Regelung. 

Warengutscheine

Der Arbeitgeber kann seinen Arbeitnehmern zusätzlich zum Arbeitslohn Sachbezüge auch in Form von Warengutscheinen (z.B. Tankgutscheine) bis zu 44 € im Monat lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei gewähren. Mit dem Warengutschein darf der Arbeitnehmer jedoch nur die Sache selbst beanspruchen dürfen. Besteht für ihn die Möglichkeit, sich den Wert bzw. einen Differenzbetrag auszahlen zu lassen, liegt kein begünstigter Sachbezug mehr vor, sondern es handelt sich dann um steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn.

Kindergartenzuschüsse

Leistungen des Arbeitgebers zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern seiner Arbeitnehmer in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen sind in voller Höhe steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Kosten müssen aber nachgewiesen werden und zusätzlich zum normalen Arbeitslohn erstattet werden.

Betreuungsleistungen für Kinder bis 14 Jahren

Seit 2015 kann der Arbeitgeber Betreuungskosten für Kinder bis 14 Jahre, die kurzfristig aus zwingenden beruflich veranlassten Gründen (z.B. bei unvorhersehbaren Terminen außerhalb der Kernarbeitszeit, Fortbildungsveranstaltungen etc.) und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn übernommen werden, bis zu 600 € im Jahr steuerfrei erstatten. Dabei darf die Betreuung auch im privaten Haushalt des Arbeitnehmers stattfinden.

Fortbildungen

Wenn der Arbeitgeber Fortbildungskosten des Arbeitnehmers zur verbesserten Einsatzmöglichkeit im Betrieb übernimmt, führt dies nicht zu lohn- und sozialversicherungspflichtigem Arbeitslohn. Dies gilt sogar dann, wenn die Rechnung auf den Arbeitnehmer ausgestellt ist und der Arbeitgeber die Kostenübernahme für die Fortbildung vorher schriftlich zugesagt hat.

Gesundheitsförderung der Arbeitnehmer

Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands werden bis zu einer Höhe von 500 € im Jahr von der Lohn- und Sozialversicherungspflicht ausgenommen. Begünstigt sind jedoch nur Maßnahmen, die den Anforderungen der §§ 20, 20a Sozialgesetzbuch genügen. Die Grenzen sind teilweise sehr eng gesetzt. So kann ein spezielles gesundheitsorientiertes Bewegungsprogramm begünstigt sein. Eine einfache Beitragsübernahme für ein Fitnessstudio ist dagegen nicht begünstigt. Bei Fragen bezüglich einer konkreten Befreiung der Zuschüsse sollten Sie sich an uns bzw. das zuständige Finanzamt wenden.

Datenverarbeitungsgeräte und Telekommunikationsgeräte

Darf der Arbeitnehmer seinen vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Laptop, das Handy usw. auch privat nutzen, fällt dadurch keine Lohnsteuer an. Wird dem Arbeitnehmer ein solches Gerät dagegen verbilligt oder unentgeltlich übereignet, kann der Arbeitgeber diesen Vorteil mit 25% pauschal versteuern; ansonsten ist die Übereignung als lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn zu beurteilen.

Fazit:

Der Gesetzgeber bietet zahlreiche begünstigte Gestaltungsmöglichkeiten, von denen sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber in Form von einer geringeren Belastung profitieren kann. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Grenzen teilweise eng gesetzt sind und Formvorschriften zu berücksichtigen sind. Kommen Sie daher bitte vor einer Vereinbarung mit Ihren Mitarbeitern auf uns zu. Wir ermitteln für Sie, welches Modell für jeden Einzelfall am geeignetsten ist und leiten alles für eine zügige Umsetzung in die Wege.

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        Quelle: experten-branchenbuch.de